Hat den Dreh raus - der Elektromotor

Der Elektromotor ist trotz seiner recht langen Geschichte so aktuell wie zukunftsträchtig. Konzipiert bereits Anfang des 19. Jahrhunderts finden Sie sein Prinzip heute noch immer unverändert wieder: elektrische Energie wird in mechanische Energie umgewandelt, unter Aufwendung von Strom entsteht eine meist rotierende, manchmal auch geradlinige Bewegung. Die technische Grundlage bilden Wechselwirkungen magnetischer Felder. Eine Drahtspule befindet sich - frei drehbar gelagert - mit ihrer Achse senkrecht zu einem Magnetfeld, das durch den sogenannten Stator, etwa einen Permanentmagneten, hervorgerufen wird. Über Schleifkontakte wird eine Spannung an der Drahtspule angelegt, welche dadurch selbst zu einem (Elektro-)Magneten wird. Durch Wechselwirkungen des Stator- und des Spulenfeldes (Ihnen ist dies sicher unter der Bezeichnung “abstoßen” bzw. “anziehen” ein Begriff) beginnt sich die Spule zu drehen. Da sich durch diese Drehung jedoch auch die Richtung des Spulenfeldes ändert, muss diese wiederholt korrigiert werden, was durch einen sog. Kommutator geschieht. Dieser polt den durch die Spule fließenden Strom stets zum richtigen Zeitpunkt um. So entsteht eine kontinuierliche Drehbewegung.

Als weitere Elektromotorvarianten werden Sie zum einen Wechsel- und Drehstrommotoren antreffen, die im Gegensatz zum oben beschrieben Motor mit Wechsel- statt mit Gleichstrom arbeiten und zum anderen Linearmotoren, die eine geradlinige Bewegung erzeugen. Aufgrund des sehr hohen Wirkungsgrades, der, wie Ihnen sicherlich bekannt ist, gerade in der aktuellen Klimadiskussion eine große Rolle spielt, werden Elektromotoren immer häufiger und in verschiedensten Bereichen eingesetzt: Bahn, (Unterhaltungs-)Elektronik, High-Tech-Roboter - Sie werden kaum einen Bereich moderner Technik finden, der ohne den Einsatz von Elektromotoren auskommt.

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